Dienst met cantate zondag 29 augustus 2004

Aanvangstijd 10.30 uur
Cantate ─rgre dich, o Seele, nicht (BWV 186)
Componist J.S. Bach
Door Residentie Bachkoor / Residentie Bachorkest olv Jos Vermunt. Hieke Meppelink (sopraan); Sylvia Schl├╝ter (alt); Nico van der Meel (tenor); Jelle Draijer (bas)
Predikant Ds. Margreet Klokke

Toelichting en tekst

De oorspronkelijke versie van deze cantate componeerde Bach in 1716 te Weimar voor de derde advent. Zeven jaar later kreeg Bach in Leipzig te maken met de traditie dat er van de tweede tot de vierde advent geen cantatemuziek uitgevoerd werd. Reden voor Bach om de cantate om te werken voor de 7e zondag na Trinitatis. Aria's werden bewerkt, recitatieven toegevoegd, de cantate werd ingedeeld in twee delen (voor en na de preek), en het oorspronkelijke slotkoraal werd vervangen door twee strofen uit Paul Speratus' lied "Es ist das Heil uns kommen her" (1523).
In het openingskoor maakt Bach gebruik van de rondovorm (A-B-A-B-A) waarbij A de tekst ‘Ärgre dich, o Seele, nicht', en B ‘dass das allerhöchste Licht sich in Knechtsgestalt verhüllt' voorstelt. In het A-gedeelte spelen orkest en koor met diverse motieven, terwijl in het B-gedeelte het koor, nu zonder orkest, een homofone zetting heeft; tekst en ritme in de koorstemmen zijn gelijk.
De vier aria's hebben in de oorspronkelijke versie een opbouwende orkestbezetting. In de versie van 1723 heeft Bach in de tweede aria (nr. 5) de solohobo da caccia vervangen door een hobo samen met eerste en tweede violen. De uitbundige laatste aria (nr. 10) is gebaseerd op het levendige giguedansritme.
Opvallend is dat alle recitatieven eindigen met een arioso: de losse begeleidingakkoorden van het basso continuo maken plaats voor een bewegende baslijn.
De twee cantatedelen worden afgesloten met een koraal. Niet in de gebruikelijke zetting, waarbij koor en orkest dezelfde partijen hebben, maar een uitgebreide vorm, waarbij in het orkest afwisselend blazers en strijkers spelen, en de koorzinnen hiertussen zijn geplaatst. De sopranen hebben de melodie in gelijke notenwaarden, en de overige koorstemmen bewegen zich vrij hieronder. Hierdoor ontstaat een klankrijke afsluiting.

Eerste deel

Koor

Ärgre dich, o Seele, nicht,
Dass das allerhöchste Licht,
Gottes Glanz und Ebenbild,
Sich in Knechtsgestalt verhüllt.

Recitatief (Bas)

Die Knechtsgestallt, die Not, der Mangel
trifft Christi Glieder nicht allein,
es will ihr Haupt selbst arm und elend sein.
Und ist nicht Reichtum, ist nicht Überfluss
des Satans Angel, so man mit Sorgfalt meiden muss?
Wird dir im Gegentëil die Last zu viel zu tragen, wenn Armut dich beschwert,
wenn Hunger dich verzehrt, und willst sogleich verzagen, so denkst du nicht an Jesum, an dein Heil. Hast du wie jenes Volk nicht bald zu essen, so seufzest du: Ach Herr, wie lange willst du mein vergessen?

Aria (Bas)

Bist du, der mir helfen soll,
Eilst du nicht mir beizustehen?
Mein Gemüt ist zweifelsvoll,
Du verwirfst veilleicht mein Flehen.
Doch, o Seele, zweifle nicht,
Lass Vernunft dich nicht bestricken;
Deinen Helfer, Jakobs Licht,
Kannst du in der Schrift erblicken.

Recitatief (Tenor)

Ach, dass ein Christ so sehr
für seinen Körper sorgt!
Was ist er mehr? Ein Bau von Erden,
der wieder muss zu Erde werden,
ein Kleid, so nur geborgt.
Er könnte ja das beste Teil erwählen,
so seine Hoffnung nie betrügt:
das Heil der Seelen, so in Jesu liegt.
O selig! wer ihn in der Schrift erblickt,
wie er durch seine Lehren auf alle, die ihn hören,ein geistlich Manna schickt.
Drum, wenn der Kummer gleich das Herze nagt und frisst, so schmeckt und sehet doch,
wie freundlich Jesus ist.

Aria (Tenor)

Mein Heiland lässt sich merken
In seinen Gnadenwerken.
Da er sich kräftig weist,
Den schwachen Geist zu lehren,
Den matten Leib zu nähren,
Dies sättigt Leib und Geist.

Koraal

Ob sichs anliess, als wollt er nicht,
Lass dich es nicht erschrecken;
Denn wo er ist am besten mit,
Da will ers nicht entdecken.
Sein Wort lass dir gewisser sein,
Und ob dein Herz spräch lauter Nein,
So lass doch dir nicht grauen.

Tweede deel

Recitatief (Bas)

Es ist die Welt die grosse Wustenei,
der Himmel wird zu Erz,
die Erde wird zu Eisen,
wenn Christen durch den Glauben weisen,
dass Christi Wort
ihr grösster Reichtum sei;
der Nahrungssegen scheint
von ihnen fas su fliehen,
ein steter Mangel wird beweint,
damit sie nur der Welt
sich desto mehr entziehen:
da findet erst des Heilands Wort,
der höchste Schatz,
in ihren Herzen Platz.
Ja, jammert ihn des Volkes dort,
so muss ach hier sein Herze brechen
und über sie den Segen sprechen.

Aria (Sopraan)

Die Armen will der Herr umarmen
Mit Genaden hier und dort;
Er schenket ihnen aus Erbarmen
Den höchsten Schatz, das Lebenswort.

Recitatief (Alt)

Nun mag die Welt mit ihrer Lust vergehen:
bricht gleich der Mangel ein,
doch kann die Seele freudig sein.
Wird durch dies Jammertal der Gang
zu schwer, zu lang,
in Jesu Wort liegt Heil und Segen.
Es ist ihres Fusses Leuchte
und ein Licht auf ihren Wegen.
Wer gläubig durch die Wüste reist,
wird durch dies Wort getränkt, gespeist;
der Heiland öffnet selbst,
nach diesem Worte,
ihm einst des Paradieses Pforte,
und nach vollbrachten Lauf
setzt er den Gläubigen die Krone auf.

Aria (Sopraan en Alt)

Lass, Seele, kein Leiden
Von Jesu dich scheiden,
Sei, Seele, getreu!
Dir bleibet die Krone
Aus Gnaden zu Lohne,
Wenn du von Banden des Leibes nun frei.

Koraal

Die Hoffnung wart' der rechten Zeit,
Was Gottes Wort zusaget.
Wenn das geschehen soll zur Freud,
Setzt Gott kein g'wisse Tage.
Er weiss wohl, wenn's am besten ist,
Und braucht an uns kein arge List,
Des solln wir ihm vertrauen.

De toelichtingstekst is geschreven door Jos Vermunt. De tekst valt onder het copyright van de Kloosterkerk.

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